Altstraßen

im Herzen Europas

Römerstraße Trier-Metz: Abschnitt Helenenkreuz-Stadtbredimus

Ein Arm der Römerstraße zieht südlich des Helenenkreuzes auf dem Kamm weiter und wendet sich nach rechts unmittelbar hinter dem im Bild sichtbaren Busch in Richtung Palzem.

Palzem

Bei der Moselkanalisierung fand man bei Palzem und Stadtbredimus (Luxembourg) in der Mosel Hinweise auf die Reste einer alten Furt aus keltischer Zeit. Außerdem konnten Pfeilergruppen und dünnere mehrseitg bearbeitete Eichenpfähle festgestellt werden, die mit ihrem Fällungsdatum den Bau und die Reparatur der Brücke bereits um das Jahr 122 vor Christus belegen. Ein Arm der Verbindungsstraße Trier – Metz muß also über diese Brücke geführt haben.

Bei Palzem trifft man am Moselufer auf einen „Römischen Wanderweg – Via Caliga“, der nach der römischen Sandale „Caliga“ benannt ist und der unter dieser Kennzeichnung ein kurzes Stück auf der Römertsraße verläuft (nach Gemeindeangabe).

Die Gemeinde Palzem besteht aus den Ortsteilen Esingen, Dilmar, Helfant, Kreuzweiler, Palzem und Wehr. Zahlreiche Funde aus vorgeschichtlicher und römischer Zeit zeugen von der frühen Besiedlung der einzelen Ortsteile . Die ersten urkundlichen Erwähnungen datieren für Esingen aus dem Jahre 1258, Dilmar 1036, Helfant 924, Kreuzweiler 912, Palzem 924 und Wehr 1150.

Die Vielfalt der Ortsteile spiegelt sich auch in den verschiedenen Wirtschaftszweigen wider. Landwirtschaft und Weinbau spielen bisher immer eine große Rolle.Die Gemeinde Palzem hat heute eine Weinanbaufläche von insgesamt rund 200 ha, ca. 85 % hiervon sind mit Elblingreben bepflanzt.

Sehenswürdigkeiten:

Die Esinger Kapelle ist dem Heiligen Johannes geweiht. Sie wurde 1793 gebaut. Der ursprüngliche Altar ist bis heute erhalten

Die Pfarrkirche St.Bartholomäus in Helfant wurde 1848 bis 1849 im klassizistischen Stil gebaut. Die doppeltürmige Westfassade aus dem Jahre 1912 verleiht ihr den unverwechselbaren Stolz auch Dom des Gaues genannt zu werden.

Die Helfanter Kapelle auf der Höhe zwischen Helfant – Wehr und Wincheringen ist für die Landbevölkerung, in allen Anliegen auch für die Früchte der Erde, eine gut besuchte Wallfahrtskirche.

Pfarrkirche "Zum Heiligen Kreuz": Die Erbauung der Pfarrkirche "Zum Heiligen Kreuz" in Kreuzweiler in ihrer heutigen Form datiert aus dem Jahre 1848. Das tonnengewölbte Schiff und der fensterlose Turm gehen auf das Jahr 1762 zurück.

Schloss Thorn: Der Ursprung von Schloss Thorn geht vermutlich auf die Römerzeit zurück als dort ein römischer Wachturm eine Furt über die Mosel schützte. Aus dem lateinischen "Turis" könnte sich der Name "Thorn" entwickelt haben. Der erhaltene Torturm auf der Ostseite stammt aus dem 13. Jahrhundert. Sehenswert ist eine alte Baumkelter.

Pfarrkirche St. Agatha: Die Pfarrkirche St.Agatha in Palzem wurde 1832 bis 1833 erbaut. Das daneben stehende Pfarrhaus stammt aus dem Jahre 1683.

Die Sperre: Westlich der Bundesstraße 419 zwischen Palzem und Wehr, begrenzt von Mosel und Helterbach, liegt die Sperre. Die befestigte Anlage diente zu Zeiten der Normannenüberfälle im 9.Jahrhundert den Menschen der Umgebung als Fliehburg.

Gedächtniskapelle St. Michael: Ursprünglich war die Kapelle 1952 als Gedächtniskapelle für gefallene Soldaten an der heutigen Bundesstraße 419 zwischen der Sperre und Palzem erbaut worden. Die heutige Kapelle St.Michael an der Einfahrt von der B 419 zum Sportplatz Palzem wurde am 19.11.1989 eingeweiht.

Kapelle St. Maria: Die Kapelle St. Maria in Wehr wurde erstmals 1657 erwähnt. Ihr Ursprung liegt jedoch weiter zurück. Der Hochaltar stammt aus dem Jahre 1721.

 

Wincheringen

Die Gemeinde Wincheringen umfaßt die Ortsteile Bilzingen, Söst und Wincheringen. Die Besiedlung geht auf keltische und römische Zeiten zurück. Die erste urkundliche Erwähnung Wincheringens findet man im Prümer Urbar des Jahres 893. Bilzingen wird 1140 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name „Söst“ führt zurück auf das lateinische „Salicetum“ für Weidengebüsch. Die wirtschaftlichen Strukturen waren immer geprägt von Landwirtchaft und Ackerbau, Obst- und Viehzucht, sowie Weinbau. Das erwähnte Prümer Grundbuch von 893

bekundet Weinbau zu dieser Zeit. Grabfunde aus der Trevererzeit, unter anderem Amphoren, sind Indizien für damaligen Weingenuß. Heute hat Wincheringen insgesamt rund 180 ha Weinanbaufläche, ca. 80 % bepflanzten Areals sind Elblingreben. Die Einzellage “Wincheringer Burg Warsberg“ hat ihren Namen von dem gleichnamigen Wahrzeichen des Dorfes (Nach Angabe der Gemeinde).

Sehenswürdigkeiten:

Burg Warsberg: Das Warsberghaus und der alte Wehrturm stammen im Ursprung aus dem 11.Jahrhundert und waren Teile einer Wasserburg. Nach zahlreichen Um- und Anbauten im Laufe der Jahrhunderte sind die Gebäude nach der Renovierung 1986 heute im Besitz der Gemeinde.

Pfarrkirche, St.Peter: Die Pfarrkirche wurde 1883 – 1884 erbaut. Nach ihrer Renovierung 1989 – 1991 erstrahlt sie heute im alten Glanz. Sehenswert sind die wertvollen Altäre sowie Decken- und Wandgemälde.

Waschbrunnen: Die frühe Besiedlung in der Schutz bietenden Mulde ist das hier mit mehreren Quellen zur Verfügung stehende frische Wasser zurückzuführen. Von den erstmals vier Dorfbrunnen sind heute noch der Petrusbrunnen und das alte Waschhaus zu besichtigen.

Schlass – Mühle: Das Haus in Privatbesitz steht als einstige Schloßmühle (Schlass) heute unter Denkmalschutz. Ihre Gründung geht auf das 12.Jahrhundert zurück.

Helenenkreuz:Das heutige Wegekreuz mit dem Namen „Helenenkreuz“ östlich von Bilzingen wurde nach seinerZerstörung 1795 nach 1805 wieder aufgebaut. Sein Name geht vermutlich zurück auf die römische Kaiserin Helena. Im Ursprung könnte hier ein römischer Meilenstein gestanden haben. Auf die alte, hier verlaufende, Hauptverbindungsstraße,der römischen Garnisonen Trier und Metz deutet auch noch die gebräuchliche Mundartbezeichnung „Kimm“hin. Der Name geht auf das lateinische „cime“ zurück, nachdem die alte Römerstraße auf dem Kamm des Berges verlaufen ist.

Altes Brunnenhaus: Der alte Brunnen in Bilzingen, der zum Schutz überdacht ist (Renovierung 1922) , ist Teil eines weitverzweigten unterirdischen Wassersystems, zu dem der Wincheringer Bach ebenso gehört wie der Helfanter Bach .

Kapelle „St. Luzia“: Die Bilzinger Kapelle ist der Heiligen Luzia geweiht, sie wurde 1686 erbaut.

In der Höll: Zwischen Söst und Wincheringen liegt ein sehenswerter Wald mit volkstümlichem Namen „In der Höll“. Fundort einer Urne mit römischen Münzen des Kaisers Konstantin.

Kapelle „Heiliger Bernardus“: Die Kapelle in Söst wurde erstmals schriftlich im Jahre 1712 erwähnt. Die heutige Kapelle wurde 1890 von dem Söster Peter Faber gestiftet, der nach Brooklyn (USA) ausgewandert war. 1992 bis 1993 wurde sie renoviert.

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Seit mehr als 2000 Jahren wächst in dieser Region der Elbling. In den Muschelkalk- und Keuperböden und dem teilweisen mediteranen Klima erkannten die Römer beste Voraussetzungen für den Weinbau. Albus, der Weiße, nannten sie unseren Elbling.

Die früher über ganz Europa verbreiterte Elblingrebe geriet mit Beginn der Neuzeit in Vergessenheit. Auf nur noch 1000 ha Anbaufläche kultivierten die Winzer an Obermosel und Sauer heute mit großer Sorgfalt ihre einzigartige Rebe, die Rarität Elbling.

Der Elbling ist ein junger Wein, der trocken ausgebaut seinen typischen Rebencharakter voll entfaltet. Der frische und spritzige Elbling ist ein leichter und süffiger Wein, der wegen seiner Klarheit und Gradlinigkeit mit den vielfältigsten Gerichten kombiniert werden kann. Als Sekt im altklassischen Flaschengärverfahren veredelt, erreicht der Elbling höchste Qualität und Vollkommenheit. Für den Kenner gehört er zu den besten unter den Spitzensekten der Welt. Der Charme dieser besonderen Region, die Herzlichkeit der Menschen und der besondere Charakter des außergewöhnlichen Weins sollten auf keinen Fall übersehen werden.

Der Mosel-Saar-Ruwer-Wein hat eine ganze Reihe ganz hervorragender Weine, die sich für gemütliche Stunden in hervorragender Weise eignen eine besondere Gemütlichkeit zu genießen.

Der Ort Dilmar und seine Kapelle

Der landwirtschaftlich geprägte Ortsteil lieferte Anfang des Jahrhunderts die Produkte Weizen, Feldobst, Obstgetränke und Branntwein.

Steinzeitliche Funde und Baureste am bewaldeten nördlichen Rand weisen auf eine frühe Besiedlung hin. Erstmals wird im Testament des Propstes Adalbero von St. Paulin von 1036 von einer Schenkung des Ortes ?Dimere ? An das Kloster St.Eucharius (St.Matthias) berichtet. Diese Namensherkunft ist althochdeutsch und hat die Bedeutung von Sumpf oder stehendem Wasser. Der kleine Ort wurde in seiner geschichtlichten Entwicklung vom Pfarrort Kreuzweiler und vom

Nachbarort Palzem mitgeprägt.

1563 betand der Ort aus fünf Feuerstellen und wurde im dreißigjährigen Krieg verwüstet. Wahrscheinlich wegen der geringen Einwohnerzahl konnte Dilmar nie eine Schule und einen Friedhof erlangen.

Wirkungsvoll thront jedoch die Kapelle als Filialkirche der Pfarrei Kreuzweiler auf einem zum Bacheinschnitt des Dilmabaches hin abfallenden Felsvorsprung und prägt so das Ortsbild von Dilmar. Es ist eine kleine verputzte Saalkirche mit dem Ursprung eines romanischen Wehrturms aus dem 11.Jahrhundert. Das durch rundbogige Fenster charkterisierte Schiff wurde 1738 erbaut.Die Jahreszahl steht im Torbogen des vermauerten Portals auf der Nordseite. Das Kirchenschiff ist an den ursprünglichen Chorturm im Osten angefügt. Der dreigeschoßige Bruchsteinturm unter einem Giebeldach wurde beim Neubau des Schiffes als Eingangsraum geöffnet und tonnengewölbt. Die schlichte Eingangsgestaltung entstand nach 1900. An der Ostseite und an der Nordseite des Turms befinden sich gekuppelte Schallarkaden, ein Kämpfer wird von einer Kopfmaske geziert.

In diesem Bereich bestand also schon zur keltischen Zeit eine Furt und die spätere Brücke aus den Jahren um 122 vor Christus. Die Straßenverbindung zwischen Palzem und Stadtbredimus (Luxembourg) über die Mosel war für Kelten und Römer ein wichtiges Glied in der Verbindung zwischen Trier und Metz.

Literatur:

Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern Trier, Band 32

Gästezeitung Saar-Obermosel-Touristik Saarburg

Wanderkarte 1:25 000, Erholungsgebiet Saartal – Obermosel, Verein Erholungsgebiet Saartal e.V.

Saarburg, Verkehrsamt