Altstraßen

im Herzen Europas

Römerstraße Metz-Lyon: Abschnitt Neufchateau - Langres

Neufchateau, das alte Novum Castrum, ist durch seine geographische Lage zum Nadelöhr bestimmt.Uralte Handelswege haben hier das Gelände durchzogen. Die Stadt am Mouzon gelegen hat sehr früh besondere Privilegien und auch das Stadtrecht erhalten. Die bemerkenswerte Kirche Saint Nicolas steht auf einer Krypta aus dem 12.Jh.

Die alte Römerstraße verläßt Neufchateau auf der Trasse der D1 nach Süden, zwischen der D74 und der D164. Sicherlich wird die Trasse der alten Straße auch von der neueren Straße abgedeckt. Sie überquert die Verbindungsstraße von Bazoilles-surt-Meuse nach Brèchaincourt. Im Raum Pompierre wechselt die Altstraße die Talseite und überquert den Bach Mouzon. Die genaue Spur ist nicht bekannt. Einige km weiter bei Sommerècourt wird die Römerstraße wieder befahrbar. Sie führt über Vaudrecourt nach Nijon, passiert diesen Ort an seiner östlichen Ortsgrenze und kommt nach Chemin .Südlich Graffigny- Chemin ist die Weiterführung der alten Römerstraße unklar. Sicher ist ihre Spur erst wieder bei les Gouttes Hautes.Hier liegt die Farm Bernard unmittelbar an dieser Altstraße. Von hier führt der Wiesen- und Feldweg "chemin des Gouttes " gerade zum Dorf Meuvy und über dessen Hauptstraße des Ortes weiter als "Ancienne chaussèe Romaine" in schnurgerader Richtung weiter.

Die Römerstraße verläuft von hier als "Ancienne chaussèe Romaine" direkt auf die Meuse zu. Die genaue Stelle des Überganges über den hier relativ kleinen Bach, die Meuse, ist nicht bekannt. Es wird wohl eine Furt gewesen sein. Die Richtung verläuft jedoch zur Verbindungsstraße zwischen den Orten Daillecourt und Bassoncourt nach Langres.

Nach der Überquerung der Meuse (genaue Lage der Furt nicht bekannt) schneidet die Straße den Verbindungsweg D33 Daillecourt – Bassoncourt und weiter die Verbindungsstraße D228 Daillecourt – Lènizeul. Der Feldweg setzt seine schnurgerade Richtung als " Vestiges de la Voie Romaine de Treves à Langres" weiter fort und kreuzt die Verbindungsstraße D132a von Rangecourt nach Lavilleneuve. Unter Beibehaltung zunächst der geraden Linie und dann einer flachen Kurve im Bois de Montigny steuert die wieder schnurgerade Römerstraße genau den Abzweig der D417 von der D74 ,etwas nördlich von Montigny – le – Roi, an. Die Römerstraße überquert diese Kreuzung und fährtwieder in schnurgerader Richtung zwischen Montigny – le – Roi und Epinant nach Südwesten als D 244a unter der Bezeichnung "Voie Romaine de Langres à Treves". Im Gebiet von Chauffourt und Frècourt ist die Spur nicht ganz eindeutig. Es gibt verschiedene Annahmen. In Frècourt trifft offensichtlich die D74 auf die Römerstraße und deckt sich mit deren Trasse. Nach "les Perrières" verläuft die Römerstraße offensichtlich (als "Ancienne Route Royal") gerade weiter und schneidet die neuere Kurve der D74 ab , um nach der Kurve sich wieder mit der D74 zu treffen. Beide Straßen verlaufen nunmehr auf einer Trasse bis zum Rèservoir de Charmes weiter. Die Überquerung des heutigen Sees in gerader Form durch den See in Richtung Bannes wurde von den Römern gewählt. Die kurvige Form unter Berücksichtigung des Sees und dessen Überquerung auf der kürzesten Linie mit einer Brücke, ist die heutige D74. Von hier nach Langres dürften sich wohl wieder beide Trassen nahezu völlig decken.

 

Meuvy

Die Römerstraße verläuft hier auf der Trasse der Hauptstraße des Ortes weiter als "Ancienne chaussèe Romaine" in schnurgerader Richtung. Nach der Überquerung der Meuse (genaue Lage der Furt nicht bekannt) weiter und schneidet nach etwa 1,5 km den Verbindungsweg D33 Daillecourt – Bassoncourt und etwa nach einem weiteren km die Verbindungsstraße D228 Daillecourt – Courcelles-les Tours. Der Feldweg setzt seine schnurgerade Richtung als " Vestiges de la Voie Romaine de Treves à Langres" weiter fort und kreuzt die Verbindungsstraße D230 von Noyers nach Lenizeul.Nach etwa 2km wird die Verbindungsstraße Rangecourt – Lavilleneuve ( D 132a). Nach einem knappen km erreicht die Altstraße den Wald " Bois de Montigny". Unter Beibehaltung zunächst der geraden Linie und dann einer flachen Kurve im Bois de Montigny steuert die wieder schnurgerade Römerstraße genau den Abzweig der D417 von der D74 ,etwas nördlich von Montigny – le – Roi, an. Die Römerstraße überquert diese Kreuzung , führt an der Farm d' Issonville vorbei und fährt wieder in schnurgerader Richtung zwischen Montigny – le – Roi und Epinant nach Südwesten als D 244a unter der Bezeichnung "Voie Romaine de Langres à Treves". Sie trifft auf die von Epinant ankommende D 244b. Die Hauptrichtung der Altstraßenrichtung zeigt nach Süden. In der weit ausholenden Kurve der D244a nach Westen setzt die Altstraße die gerade Linie fort (quasi als Sehne) und trfft die D 244a wieder am Ende dieser Kurve. Die gerade Linienführung setzt sich fort bis zum Abknicken der D 244a nach Westen, wo die Römerstraße wieder die gerade Linie vorzieht. Im Gebiet von Chauffourt und Frècourt ist die Spur nicht ganz eindeutig. Es gibt verschiedene Annahmen. In Frècourt trifft offensichtlich die D74 auf die Römerstraße und deckt sich mit deren Trasse. Nach "les Perrières" verläuft die Römerstraße offensichtlich (als "Ancienne Route Royal") gerade weiter und schneidet die neuere Kurve der D74 ab , um nach der Kurve sich wieder mit der D74 zu treffen. Beide Straßen verlaufen nunmehr auf einer Trasse bis zum Rèservoir de Charmes weiter. Nach Angabe des IGN wurde von den Römern die Überquerung des heutigen Sees in gerader Form durch den See in Richtung Bannes gewählt. Die kurvige Form unter Berücksichtigung des Sees und dessen Überquerung auf der kürzesten Linie mit einer Brücke, ist die heutige D74. Von hier nach Langres dürften sich wohl wieder beide Trassen nahezu völlig decken.

Am Ende der Kurve, die die Römerstraße abschneidet, schwenkt die D74 wieder auf die Trasse der Römerstraße ein. Ab Bannes liegt die D74 vermutlich wieder auf der alten Trasse der Römerstraße nach Langres.

Literatur

Institut geographique national, carte topographique, serie bleue, 3219 0, 1 : 25 000

Institut geographique national, carte topographique, serie bleue, 3218 0 , 1 : 25 000

IGN, Departement Haute-Marne 52, 1: 125 000